Profil anzeigen

WAZ-Autopilot - Zukunft macht Schule

Liebe Leserinnen und Leser, im Wolfsburger Werk stehen seit dieser Woche die Bänder still. Die Werks
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
Liebe Leserinnen und Leser,

im Wolfsburger Werk stehen seit dieser Woche die Bänder still. Die Werksferien haben begonnen, die Beschäftigten treten den wohlverdienten Urlaub an. Und genau das könnte in diesem Jahr zum großen Problem werden. Denn das Corona-Virus treibt weiterhin sein Unwesen, und die Angst vor einer zweiten Welle ist groß. Das Unternehmen hat deswegen Vorsorge getroffen: Nach den Werksferien stehen am Werksgelände Container bereit, in denen sich die Rückkehrer bei Anzeichen einer Erkrankung auf das Virus testen lassen können.

Ein neuerlicher Lockdown soll unbedingt verhindert werden. Denn klar ist: die Corona-Krise noch einmal von Anfang an zu durchleben, das wird sich auch Volkswagen kaum leisten können. Wie groß die finanziellen Auswirkungen sind,  wird sich am Ende der Woche zeigen, wenn Konzern und Marke ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Die konkrete Arbeitswelt der Beschäftigten jedenfalls wird Corona auch über die Pandemie hinaus beeinflussen. Mobile Arbeit hat ihre Vorteile, lautet eine VW-Erkenntnis aus der Krise. Darum werden wohl auch in der Post-Corona-Zeit mehr Beschäftigte als vorher ihren Dienst in den eigenen vier Wänden verrichten.

Trotz der problematischen Gegenwart hat der Konzern die Zukunft weiter fest im Blick. Und weil diese digital ist, spendiert VW der Stadt Wolfsburg kurzerhand eine neue Software-Programmierschule. Kostenpunkt für die IT-Schmiede “42Wolfsburg”: 3,7 Millionen Euro. Das alles geschieht natürlich nicht ohne Eigennutz. Der Autobauer erhofft sich davon Fachkräfte für die Zukunft. Dass die Software-Schule allerdings in unmittelbarer Nähe zum Stammwerk gebaut wird, ist dennoch mal wieder ein klares Bekenntnis zum Standort und damit Balsam für die zuletzt ein ums andere Mal geschundene Wolfsburger Seele.

Eine dieser alten Wunden hat sich in der letzten Woche wieder ein Stück weit geschlossen: Ein Ende der Diesel-Affäre rückt immer näher. Diesmal sogar mit juristischen Vorteilen für VW: Der Bundesgerichtshof hält Entschädigungen für Vielfahrer eines betroffenen Diesels für nicht rechtens. Dafür droht am Horizont aber schon der nächste Image-Schaden: Am Wochenende wurde bekannt, dass etwa 50 Stunden Tonmaterial aus geheimen Sitzungen mitgeschnitten wurden. Zu hören soll sein, wie hochrangige VW-Manager, darunter auch der neue Marken-Chef Ralf Brandstätter, erörtern, wie sie den bosnischen Zulieferer Prevent ausbooten können. Unschön, weil am Rande der Legalität. Die Aktivität für die Werksferien scheint damit vorgezeichnet: Maulwurfjagd statt Modellbau.

Gute Fahrt wünscht Ihnen

Steffen Schmidt

Der Volkswagen-Überblick:

Touareg R, Tiguan und Arteon: Neue Fahrzeugausstellung in der Autostadt
Landgericht eröffnet Verfahren wegen Untreue gegen VW-Manager
Spitzelaffäre: Prevent droht VW mit weiteren rechtlichen Schritten
Wolfsburg: Noch keine Anzeige wegen VW-Spitzel-Affäre
Duschen statt Lehrer: So ungewöhnlich wird die neue Software-Schule „42Wolfsburg“
Volkswagen will auch nach Corona auf Mobile Arbeit setzen
VWN baut eCrafter ab jetzt komplett in Polen
Volkswagen: Wurden geheime Sitzungen abgehört?
Unsicherheit bei VWN in Stöcken: Mitarbeiter sorgen sich um den Standort
VW-Azubis lernen im Homeoffice beim Kochen für ihre Berufsausbildung
Werksferien 2021 in Wolfsburg: Termin steht fest
"42Wolfsburg": Neue Hochschule für Software-Programmierer
Nach Werksurlaub: VW führt freiwillige Corona-Tests für Beschäftigte ein
VW lässt Drittfirmen ins Fabriknetzwerk in der Cloud
Letzter e-Golf verlässt das VW-Werk Wolfsburg
BGH-Urteil in Diesel-Skandal: Für die meisten VW-Kunden besteht juristisch jetzt Klarheit
... und dann war da noch das!

Big Band des VW-Orchesters sorgt am Tor 17 für musikalischen Start in die Werksferien
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.