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WAZ-Autopilot - VW nimmt wieder Fahrt auf

Liebe Leserinnen und Leser, das Stehen im Stau soll ja genauso stressig sein wie das Fliegen eines
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,

das Stehen im Stau soll ja genauso stressig sein wie das Fliegen eines Kampfjets – umso größer ist die Erleichterung, wenn es wieder vorwärts geht. Ralf Brandstätter sitzt als neuer VW-Markenchef kaum am Steuer, da gibt es eine erste positive Meldung: Für 1000 Golf-Monteure endet die Kurzarbeit an der Montagelinie 2 in Wolfsburg.

Auch der Start der Auslieferung des ID.3 im September steht fest. Freie Fahrt also für den Umbau zur Elektromobilität. Das Fahrgefühl dorthin ist vielversprechend, wie sich bei einer Probefahrt mit dem ID.3 zeigt. Ein Drehmoment von 310 Nm reicht locker, um mit dem GTI an der Ampel auf den ersten Metern mitzuhalten. Der neue GTI soll übrigens 245 PS haben, dagegen wirken die 110 Pferdestärken des Urvaters geradezu bescheiden. Dass der automobile Klassiker aus dem Jahr 1978 trotzdem flott nach vorne stürmt, erfuhr WAZ-Redakteur Carsten Bischof bei einer Ausfahrt mit einem Golf GTI und Golf Cabrio der ersten Generation.

Von der Nostalgie zurück zum Wandel der Autobranche: Volkswagen hat nun auch Ladestationen für zu Hause im Angebot, um den Kunden den Umstieg auf die elektrische ID-Familie schmackhaft zu machen. Die Zulieferer von VW müssen indes noch warten, bis sie ihre Entwicklungen für die Mobilität der Zukunft präsentieren können: Die Internationale Zuliefererbörse (IZB) in Wolfsburg wurde wegen der Corona-Krise auf 2021 verschoben. Die Auswirkungen der Pandemie schütteln die Branche noch immer kräftig durch: Auch im Mai brach der Absatz von VW drastisch ein. Das Verkaufsprogramm gegen die Absatzkrise schafft nur kleine Lichtblicke.

Die Stimmung an den Bändern ist entsprechend angespannt. Konzernchef Herbert Diess tut also gut daran, nach seinem Beinahe-Rauswurf versöhnliche Töne anzuschlagen: Der Manager will sich künftig enger mit dem Betriebsrat abstimmen. Es waren auch Worte der Einsicht zu hören. Zu viel war zuletzt über Diess’ Schreibtisch gelaufen, dabei fühlte sich die Belegschaft in Wolfsburg allein gelassen.

Die Stimme der Mitarbeiter erhebt sich gerade in schwierigen Zeiten besonders laut. Dabei reichen der Zusammenhalt und die Solidarität weit über den Arbeitsplatz hinaus – etwa wenn die Vertrauensleute die VW-Belegschaft zu einer Typisierung aufrufen, um einen Stammzellspender für den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Luis Utzeri aus Velpke zu finden. Manchmal braucht es nur ein Wattestäbchen, um viel zu bewegen.

Bleiben Sie gesund.
Ihr Christian Opel

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