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WAZ-Autopilot - VW hat die Zukunft im Visier

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Liebe Leserinnen und Leser,

das ist mal eine gute Nachricht: Volkswagen zahlt seinen Beschäftigten einen Bonus in Höhe von 2700 Euro als Erfolgsbeteiligung für das Jahr 2020. Und zwar trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage wegen der Corona-Pandemie. VW-Chef Herbert Diess sieht die Bonuszahlung ausdrücklich als “Wertschätzung für unsere Mitarbeiter”. Sie hätten Außergewöhnliches geleistet - und das müsse belohnt werden.

Ansonsten sind bei Volkswagen alle Blicke in die automobile Zukunft gerichtet. So hat Marken-Chef Ralf Brandstätter jetzt die neue Unternehmensstrategie “Accelerate” (beschleunigen) vorgestellt. Das Ziel: Die Transformation vom konventionellen Autobauer hin zum digitalisierten Mobilitätsanbieter solle noch einmal beschleunigt werden. “Die E-Mobilität war nur der Anfang, die echte Disruption steht noch bevor”, sagt er. “Wir werden Volkswagen in den kommenden Jahren so stark verändern wie nie zuvor.

So will Volkswagen für seine E-Autos ein eigenes Betriebssystem entwickeln und ab Sommer damit starten, die ID.-Familie regelmäßig automatisch (“over the air”) mit Software-Updates zu versorgen. Auch die Modelloffensive bei den E-Fahrzeugen soll beschleunigt werden. So soll noch in der ersten Jahreshälfte der ID.4 GTX mit Allradantrieb auf den Markt kommen, gefolgt vom sportlich-schicken ID.5 im Herbst.

Der frühere Volkswagen-Chef Carl H. Hahn unterstützt diesen Kurs und lobt das Management für sein “konsequentes und weitsichtiges Handeln”. Konsequent ist auch der 95-Jährige: Er hat sich jetzt einen ID.3 in der Autostadt abgeholt und ist ganz neugierig, “wie sich das Auto der Zukunft fährt”. Er plant eine Fahrt nach Zwickau - “denn dort wurde dieser ID.3 gebaut”. Volkswagen überlegt im Übrigen, den ID.3 künftig als Cabrio anzubieten: Cabrio fahren ohne Abgase und Lärm - so, wie es eigentlich sein sollte. 

Parallel dazu will Volkswagen gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Ford das autonome Fahren serienreif entwickeln - und nennt es “Projekt Trinity”. Schon 2026 soll das erste autonom fahrende Auto vorgestellt werden. Laut Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover soll der ID.Buzz schon 2025 autonom fahren können.

Schöne neue Welt? Das sieht die IG Metall ganz anders: Sie ist mit der Rolle von Volkswagen in den Tarifverhandlungen so unzufrieden, dass sie am vergangenen Dienstag bereits die ersten Warnstreiks in Wolfsburg organisiert hat. Mittlerweile signalisiert VW Verhandlungsbereitschaft, ein offizielles Treffen hat es laut Gewerkschaft aber noch nicht gegeben. Deshalb seien weitere Warnstreiks möglich.

Aber auch die jetzige Welt kann schön sein: So ist bei VW das Sabbatical-Projekt “Meine Auszeit” angelaufen. Diejenigen, die in ihrer Auszeit aufs Motorrad steigen wollen, können dies künftig sorgenfreier tun: VW-Tochter Ducati hat die Airbag-Weste Smart Jacket vorgestellt - und schöne neue Motorräder vorgestellt.

Gute Fahrt wünscht Ihnen,

Carsten Bischof

Der Volkswagen-Überblick:

Volkswagen: Tarifbeschäftigte bekommen einen Bonus von 2700 Euro
Autostadt: Ex-VW-Chef Carl Hahn holt seinen gletscherweißen ID.3 ab
Neuheiten: VWN bringt den Caddy Maxi und Caddy California auf den Markt
Volkswagen bildet seine Kfz-Mechatroniker zu Inbetriebnehmern weiter
Audi-Projekt: Beim Laden von E-Autos eine Netzüberlastung verhindern
„Meine Auszeit“: So funktioniert das neue Sabbatical-Modell bei VW
Volkswagen bringt exklusiven Golf GTI „Clubsport 45“ auf den Markt
"Accelerate": VW will E-Offensive beschleunigen

Milliarden-Investitionen: VW wird sich „so stark verändern wie nie zuvor“
VW: ID.Buzz soll schon 2025 komplett ohne Fahrer unterwegs sein
Volkswagen fährt mit Projekt „Trinity“ in die Zukunft
Strategie "Accelerate": VW will zum softwaregetriebenen Mobilitätsanbieter werden
E-Mobilität: Volkswagen treibt E-Offensive noch schneller voran
Tarifstreit bei Volkswagen:

VW-Personalleiter Meiswinkel: Wollen die Tarifgespräche wieder aufnehmen
Kein Gegenangebot: Tarifrunde bei VW-Töchtern festgefahren
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Sitech-Mitarbeiter laufen zum Warnstreik auf
„Uns fehlt die Wertschätzung“: So verlief der Warnstreik bei Volkswagen
... und dann war da noch das:

Auch Volkswagen prüft Regelungen für „gendersensible“ Sprache
Wolfsburg: Das bietet die Autostadt zum Girls Day an
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