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WAZ-Autopilot: VW erhöht den Wetteinsatz

Liebe Leserinnen und Leser, nach äußerst stürmischen Wochen kehrt bei Volkswagen langsam wieder etw
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Liebe Leserinnen und Leser,

nach äußerst stürmischen Wochen kehrt bei Volkswagen langsam wieder etwas Normalität ein. Mit dem Werk im mexikanischen Puebla hat nun auch der letzte Standort nach der Corona-Zwangspause seine Arbeit wieder aufgenommen. Parallel zu den Lockerungen im öffentlichen Leben sollen auch in den deutschen Werken am besten noch vor den Werksferien die weiterhin strengen Schutzbestimmungen aufgeweicht werden. Doch die Auswirkungen der Corona-Krise sind trotzdessen allgegenwärtig: Die Nachfrage am Automarkt liegt weiter am Boden.

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung hilft Volkswagen dabei zumindest kurzfristig nur bedingt weiter. Mit der Beschränkung der Kaufprämie auf E-Autos läuft die Förderung zunächst am Wolfsburger Werk weitestgehend vorbei. Aber es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen: Die Produktion von gleich zwei Hybrid-Varianten des neuen Golf soll schon in wenigen Wochen beginnen. Gemunkelt wird, dass es in den 30er-Wochen des Kalenderjahrs losgehen kann. Zudem soll auch das neue Tiguan-Modell, das schon in Kürze Premiere feiert, noch in diesem Jahr eine Hybrid-Version verpasst bekommen. Damit würde auch das Werk in Wolfsburg vom Förderprogramm des Bundes direkt profitieren. Auch langfristig ist die Hybridtechnologie ein wichtiger Faktor für die Arbeitsplatzsicherung in Wolfsburg, wie Betriebsratschef Bernd Osterloh vergangene Woche deutlich machte.

Doch nur durch Hybride wird man im Werk Wolfsburg nicht für ausreichend Auslastung sorgen können. Da ist es gut, dass schon im dritten Quartal die Produktion des Golf Variant endgültig von Zwickau in das Stammwerk umziehen soll. Um das Kundeninteresse an Wolfsburgs wichtigstem Modell, dem Golf, zudem weiter anzuheizen, schenkt VW seinen Kunden bis Ende September die Mehrwertsteuer bei Bestellung eines Verbrenners. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob dies und die Wohltaten aus dem Konjunkturpaket zu dem so dringend ersehnten Run auf die Autohäuser führen.

Was Volkswagens große Wette auf die E-Mobilität angeht, scheint diese sich immer deutlicher zu lohnen. Die Nachfrage steigt – und mit dem Konjunkturpaket stärkt die Regierung die Technologie zudem langfristig. Kein Wunder also, dass VW seinen Einsatz erhöht und weiter in Batteriefirmen investiert. Der Anteil am kalifornischen Hersteller von Feststoff-Batterien Quantumscape wurde wird deutlich aufgestockt.

Das andere Standbein der Zukunft ist die Digitalisierung. Hier rumpelt es noch deutlich, wie die Software-Probleme am Golf unlängst zeigten. Dennoch: Volkswagen hält auch in dieser Hinsicht Kurs und will schon ab 1. Juli mit der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems starten.

Es bleibt also spannend, und noch sind viele Fragen offen. Eine, die alle Wolfsburger interessiert, ist jetzt aber geklärt. Der Werksurlaub für das Jahr 2021 wurde am heutigen Dienstag terminiert: Vom 2. bis 20. August kehrt Ruhe ein im Werk – nach hoffentlich geschäftigen Zeiten.

Gute Fahrt wünscht Ihnen,

Steffen Schmidt

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... und dann war da noch das:

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