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WAZ-Autopilot - Volle Power Richtung Zukunft

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Liebe Leserinnen und Leser
“I’ve got the power”: Gern stelle ich mir vor, dass zum Wochenstart VW-Chef Herbert Diess, Technikvorstand Thomas Schmall und so manch anderer VW-Manager zu diesem Song kraftvoll durch die Konzernflure tanzten. Denn um “Power”, also Energie, dreht sich dieser Tage die ganze VW-Welt. Mit dem selbstausgerufenen “VW Power Day” bauten die VW-Macher erst geschickt Spannung auf, und lieferten schließlich am Montag tatsächlich elektrisierende Neuigkeiten.
Sechs sogenannte Gigafabriken, also Standort für die Batteriezellfertigung, will Volkswagen bis Ende des Jahrzehnts alleine in Europa errichten, um den stetig und schnell steigenden Bedarf an Batterien für E-Autos zu decken. Daneben erweitert Volkswagen zusammen mit Partnern das europäische Ladenetz um ein Vielfaches, um einen der größten Kundenvorbehalte aus dem Weg zu räumen. Und auch bei der Akku-Technologie selbst kündigte VW nochmal große Sprünge an: Mehr Reichweite, mehr Ladeleistung und durch die Einheitszelle dazu noch satte Kostenersparnis. Die elektrische Zukunft scheint rosig.
Die Laune bei den VW-Oberen war dementsprechend auch am heutigen Dienstag gut, als man die Bilanz des Corona-Jahrs vorstellte. Schlechter als im Vorjahr, aber wesentlich besser als erwartet und befürchtet, lesen sich die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres. Mit “Rückenwind” kommt man aus dem Krisenjahr, um die Aufgaben der Transformation weiter voll anzugehen, sagte Herbert Diess. Mit einer neuen Plattformstrategie wolle man die Zukunftstechnologien auf eine einheitliche Basis stellen, um Konzernsynergien zu nutzen und dadurch Kosten zu sparen, hatte der Konzern-Chef gleich die nächste große Ankündigung parat.
Denn all die dicken Investitionen in die Zukunft wollen gedeckt sein. An den Effizienz- und Kostenschrauben wird deshalb weiter gedreht. Bei VW etwa haben sich Management und Betriebsrat deswegen jetzt darauf geeinigt, neue Jahrgänge für die Altersteilzeit zu öffnen, um Personal schnell aber sozialverträglich abzubauen.
Bei den Börsenanalysten verschafften diese Ankündigungen Volkswagen einen Beliebtheitsschub. Der Aktienwert schoss nach dem Power Day in neue Höhen. Auch VW selbst geht für die kommenden Jahre von steigenden Gewinnen aus. Schon in diesem Jahr soll die Rendite wieder kräftig steigen, hieß es auf der Bilanzpressekonferenz.
Dabei wird der Autobauer auch in diesem Jahr durchaus weiter mit Unwägbarkeiten zu kämpfen haben. Corona existiert weiterhin. Und auch wenn VW sich bereits auf das Impfen der Belegschaft vorbereitet, fehlt es weiter an einem Zeitplan - und nach dem Stopp von Anstra Zeneca vielleicht auch an Impfstoff? An den Folgen des Halbleiter-Engpasses hat VW ebenfalls weiter zu knabbern. Alle Produktionsausfälle werde man nicht ausgleichen können, sagte Diess am Dienstag. Der Chipmangel werde das Unternehmen noch das ganze Jahr beschäftigen, mahnte Witter. Bestes Anzeichen: Auch in den nächsten Wochen kommt es wieder zu Schließtagen im Wolfsburger Stammwerk.
Doch so kraftvoll und energiegeladen wie der Konzern sich am Power Day präsentierte, rücken solche “Problemchen” schon beinahe in den Hintergrund. Volle Power steuert Volkswagen Richtung Zukunft und kann so eventuell tatsächlich die Krise im Rückspiegel lassen.
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Steffen Schmidt 

Volkswagen: Neuigkeiten vom "Power Day"

Mit „Rückenwind aus Krisenjahr“: VW will zurück zu alter Stärke
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