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WAZ-Autopilot - Sehr bewegte Zeiten im VW-Konzern

WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser!
Puh, es ist aktuell ganz schön viel los in der großen, weiten Volkswagen-Welt: Da wäre zunächst der Prozess vor dem Landgericht Braunschweig um die hohen Bonus-Zahlungen an Betriebsratsmitglieder. So soll der frühere Betriebsrats-Chef Bernd Osterloh mit Zulagen bis zu 750 000 Euro in einem Jahr verdient haben. Viel zu hoch, findet die Staatsanwaltschaft, und schlussfolgert: Die Unternehmensführung habe sich einen gefügigen Betriebsrat erkaufen wollen. Quatsch, betonen die früheren VW-Personalvorstände Horst Neumann und Karl-Heinz Blessing: Wer Manager-ähnliche Aufgaben übernehme - etwa im Aufsichtsrat – der müsse auch Manager-ähnlich bezahlt werden. Man habe nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und gezahlt…
Nach bestem Wissen und Gewissen hat das Unternehmen auch seine Corona-Regeln aufgestellt – und sie jetzt gelockert: Wer will, kann ab sofort wieder ins Büro im Werk zurückkehren und an persönlichen Meetings mit Kollegen teilnehmen – natürlich unter Einhaltung der AHA-Regeln. Ein kleiner Fortschritt in Richtung Normalität.
Apropos Normalität: Das Autonome Fahren soll in einigen Jahren normal werden. Volkswagen Nutzfahrzeuge und die Spezialisten von Argo AI - ein Gemeinschaftsunternehmen von Ford und VW - testen selbstständig fahrende ID.Buzz auf einem abgesperrten Gelände am Münchner Flughafen. Konkret sammeln die mit High Tech vollgestopften Transporter fleißig Daten, mit denen sie die Robo-Busse auf ihren autonomen Einsatz in deutschen Städten vorbereiten. Sie sollen künftig unter anderem bei der Volkswagen-Tochter MOIA eingesetzt werden.
Auch auf einem anderen Feld hat die Zukunft bei Volkswagen bereits begonnen: Ab sofort können Fahrzeuge der elektrischen ID.-Familie Software-Updates während der Fahrt (over the air) aufgespielt bekommen. Ein Service, mit dem Volkswagen bei den großen Autoherstellern wieder einmal einen Schritt voraus ist. Damit VW auch künftig die entscheidende Nasenlänge voraus ist, hat die hauseigene Programmierer-Abteilung „Cariad“ ein Joint Venture mit dem Berliner Start-up „expertlead“ gegründet – das Ziel ist klar definiert: die besten IT-Experten in den Konzern holen.
Leider wird Volkswagen aktuell auf dem Weg nach ganz vorne von profanen Dingen wie dem Mikrochip-Mangel ausgebremst. VW-Chef Herbert Diess und Aufsichtsrats-Boss Hans Dieter Pötsch befürchten allerdings, dass sich die Halbleiter-Krise noch eine ganze Weile hinziehen kann – die Verkaufszahlen leiden bereits massiv darunter.
Aber die gute Nachrichten zum Schluss: VWN kommt der Produktion der California-Produktion nicht mehr nach, weil die Nachfrage nach dem Kultcamper immer weiter steigt. Aufsteigen möchten Motorradfreunde am liebsten sofort - nämlich auf die wunderschönen neuen Ducatis Diavel1260 Lamborghini, Scrambler Desert Sled Fasthouse und Panigale V4 R. Doch die Autostadt sperrt sie leider in Glasvitrinen am Servicehaus. Motto: Gucken ja, anfassen nein…
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Carsten Bischof

Der Volkswagen-Überblick:

Jetzt bekommen alle ID.-Modelle von Volkswagen Over-the-air-Updates
Nachfrage brummt: Volkswagen Nutzfahrzeuge steigert California-Produktion
Turbo für das Tech-Recruiting: VW-Software-Sparte Cariad gründet das Joint Venture „Futurepath“
Verkäufe des VW-Konzerns leiden unter Chip-Mangel
Gedenken an Opfer von 9/11 in der Autostadt
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... und dann war da noch das:

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