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WAZ-Autopilot - Reichlich Betrieb - nur nicht an den Linien

WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,
der Ton wird rauer am Mittellandkanal. Nach fast einem Jahr Chipmangel und vielen, vielen Wochen Kurzarbeit liegen die Nerven so langsam blank. Mit deutlichen Worten kritisierte der Betriebsrat die sonst oftmals gefeierten Social-Media-Aktivitäten des VW-Chefs, der sich auf LinkedIn und Co. gerne als Vorreiter des Klimaschutzes inszeniert. Statt als Influencer Furore zu machen, solle er lieber einmal nach “Halbleitern” Ausschau halten und seinen Job machen.
Kurz vor der Planungsrunde im November bringen sich Konzernführung und Arbeitnehmervertreter in Stellung. Während VW-Chef Herbert Diess am Standort Wolfsburg “Lebenswillen” einfordert und erneut auf mehr Effizienz pocht, will der Betriebsrat die Kostenprobleme des Stammwerks mit einer früheren Umrüstung auf E-Mobilität lösen.
Der Trend auf dem Automarkt gibt Cavallo und Co. recht. Benziner und Diesel befinden sich eindeutig auf dem absteigenden Ast, die Verkaufszahlen von E-Autos hingegen legen weiter kräftig zu. Ganz oben befindet sich dabei der ID.3, der VW zahlreiche Neukunden beschert hat und dem Konzern als Lichtblick in schwierigen Zeiten dient. 
Nur mit der Produktion von Verbrennermodellen lässt sich also künftig wohl kaum noch ein Blumentopf gewinnen. Zumal die Halbleiter-Krise wohl noch länger anhalten wird und VW die wichtigen Chips lieber an die Produktionsstätten von E-Autos verteilt. Während in Zwickau Kurzarbeit ein Fremdwort ist, stehen die Bänder in Wolfsburg wochenlang still - trotz voller Bestellbücher. Wären doch nur Chips vorhanden, könnten die Linien im Stammwerk vier Monate durchgehend produzieren.
Neben der Planungsrunde hat der Betriebsrat mit den Wahlen im nächsten Frühjahr zudem eine weitere Schlacht vor der Brust. Denn mit Frank Patta tritt ein bekannter Mann aus den eigenen Reihen mit eigener Liste an. Auch hier haben Betriebsrat und IG Metall nach wochenlangem Schweigen nun zum Angriff geblasen. In ihrer Stellungnahme zur Kandidatur lassen sie kein gutes Haar an Patta.
Wenn also in den Werkshallen notgedrungen tote Hose herrscht, ist wenigstens im Hintergrund reichlich Betrieb.
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Steffen Schmidt

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