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WAZ-Autopilot: Nachfrageboom elektrisiert VW

Liebe Leserinnen und Leser,   befeuert durch die erhöhte Umweltprämie ist die Elektromobilität plötz
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Liebe Leserinnen und Leser,
 
befeuert durch die erhöhte Umweltprämie ist die Elektromobilität plötzlich schwer auf dem Vormarsch – das scheint selbst Volkswagen etwas zu überrumpeln. Der Konzern hat sich relativ früh und konsequent der E-Mobilität verschrieben. Die Investitionen auf diesem Gebiet sind riesig. Doch durch Corona und die deswegen ausgerufenen Kaufprämien hat der erhoffte elektrische Triumphzug schneller an Fahrt aufgenommen als erwartet. Die Zulassungszahlen von E-Autos explodieren geradezu. Im Konzern kann man das derzeit vor allem an den elektrischen Kleinwagen sehen. Volkswagen hat für den e-Up einen Bestellstopp verhängt. Die Lieferzeiten betragen mittlerweile bis zu 16 Monate - das erinnert fast ein bisschen an DDR-Zeiten. Ähnlich sieht es beim elektrischen Skoda Citigo und beim Seat Mii aus.
 
Gleichzeitig ist durch den enormen Anstieg des Kundeninteresses an Stromern und Hybriden mit einem rasanten Start der neuen Golf-Hybride und des ID.3 zu rechnen. Mit den Bestellungen für letzteren, so hört man, liegt man mehr als im Plan. Die Stimmen der Fachpresse sind zudem voll des Lobes für den neuen Hoffnungsträger.
 
Und selbst bei der Konkurrenz stößt die neue Generation an E-Autos auf Neugier. Tesla-Gründer Elon Musk machte im Rahmen seiner Deutschlandreise für eine Probefahrt mit dem ID.3 extra einen Zwischenstopp am Braunschweiger Flughafen. In einem Video auf dem LinkedIn-Account von Herbert Diess ist zu sehen, dass sich auch der große Pionier der E-Mobilität vom ID.3 begeistert zeigt. Einen exklusiven Blick auf den ID.4 durfte Musk in Braunschweig übrigens auch schon werfen. Obwohl: So exklusiv war der dann doch nicht, immerhin konnte man das E-SUV, das in Kürze Premiere feiert, vergangene Woche schon nahezu ungetarnt auch auf Wolfsburgs Straßen bestaunen.
 
Das alles führt dazu, dass Volkswagen seine E-Offensive sogar noch beschleunigen könnte. Schon bringt Betriebsratschef Bernd Osterloh eine Umrüstung des Wolfsburger Werks ins Spiel. Bisher hatte es immer geheißen, dass das Stammwerk mit der Golf-Produktion das Verbrenner-Geschäft und damit das Geld für die E-Offensive sichern soll. Noch viele Jahre werde man Verbrenner benötigen, heißt es immer wieder. Ein weiteres SUV-Modell sollte her, um die Auslastung im Werk zu steigern. In der Tat wird hier wohl über den Skoda Kodiaq diskutiert, aber plötzlich rückt auch ein Batteriemodell für Wolfsburg in greifbare Nähe - sogar kurzfristig in den nächsten fünf Jahren, wie Osterloh betont.
 
Auf die Planungsrunde im November dürfen wir also schon heute gespannt sein. Spannend wird es auch am heutigen Dienstag beim Auto-Gipfel. Passend zum Elektro-Boom sind die Forderungen nach Prämien für Verbrenner, die noch vor dem Konjunkturpaket in aller Munde waren, aus dem Fenster geflogen. Stattdessen sind vor allem Transformationshilfen für kleinere und mittelständische Unternehmen in der Zuliefererbranche im Gespräch. Man hat also auch hier verstanden: Die Ära des klassischen Verbrenner-Autos ist vorbei.

Gute Fahrt wünscht Ihnen

Steffen Schmidt


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