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WAZ-Autopilot - Mit Vollgas in die neue Welt

Liebe Leserinnen und Leser, eines der großen Rätsel der letzten Wochen ist gelöst: Bei dem Toten, d
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Liebe Leserinnen und Leser,

eines der großen Rätsel der letzten Wochen ist gelöst: Bei dem Toten, der Anfang August in einem brennenden Auto in einem kleinen Ort im Landkreis Helmstedt gefunden wurde, handelt es sich tatsächlich um den mutmaßlichen Spitzel in der VW-Abhör-Affäre. Eine DNA-Analyse hat schließlich Klarheit gebracht. Dennoch wird damit wohl keine Ruhe in diesem brisanten Fall einkehren, zu viele Fragen sind noch offen. Etwa die der Todesursache: Die Staatsanwaltschaft sieht zwar Anzeichen für einen Suizid, doch die Todesart lässt bis zur endgültigen Klärung Raum für Spekulationen. Das abgebrannte Haus des mutmaßlichen Spitzels Ende Mai trägt sein Übriges dazu bei. Der Fall wird Volkswagen wohl noch länger in Atem halten.
 
Ansonsten dreht sich die VW-Welt in den letzten Tagen vor allem um ein Thema: die Elektromobilität. Kaum ist die E-Offensive mit dem guten Marktstart des ID.3 so richtig angelaufen, legt Volkswagen kräftig nach. In Zwickau rollt jetzt bereits die Serienproduktion des zweiten reinen VW-Stromers vom Band. Und das Elektro-SUV ID.4 feiert schon Ende September seine Weltpremiere.
 
Befeuert wird die E-Offensive von den zwei wohl prominentesten Köpfen des Konzerns. Sowohl Konzern-Chef Herbert Diess als auch Betriebsratschef Bernd Osterloh rühren mit Testfahrtberichten - inklusive cooler Posen hinterm Lenkrad - kräftig die Werbetrommel für den ID.3, aber vor allem für die E-Mobilität im Allgemeinen. Ganz im Zeichen der Wandlung zu einem digitalen Tech-Konzern geschieht dies über Social Media, vermutlich auch, um jüngeres Publikum zu erreichen. Parallel dazu soll auch der Rest der Manager mit gutem Beispiel vorangehen. Dafür stellt Volkswagen seine Dienstwagenflotte nun rasant auf E-Modelle und Hybride um.
 
Auch im Werk Wolfsburg wird man übrigens schon bald vom durch die Kaufprämien ausgelösten E-Boom profitieren können. Am Stammsitz elektrisiert man den Golf, der durch den Start der ID.-Reihe zuletzt gefühlt ein wenig hinten runterfiel. Mit dem GTE und dem eHybrid sind ab sofort zwei vielversrechende Plug-In-Hybride verfügbar. Auch der Golf Variant soll einige Modelle mit Hybrid-Antrieb bekommen. VW macht das Brot-und-Butter-Modell damit zur am stärksten hybridisierten Baureihe des Konzerns. Der König der alten Auto-Welt soll so auch für die neue fit gemacht werden.
 
Gepaart mit weiteren Modellen wie der Ikone GTI, dem GTD oder dem Golf R soll das die Nachfrage ordentlich befeuern. Und das scheint auf den ersten Blick zu funktionieren. In Wolfsburg besteht nach der Pandemie erstmals Bedarf an Mehrarbeit. Um die gestiegene Nachfrage und die corona-bedingt langsamere Taktung auszugleichen, ruft der Autobauer seine Montagemitarbeiter im September für Extra-Schichten an die Linien. Zweifelsohne eine gute Nachricht. Denn während die IG-Metall für die Auto-Industrie die Einführung der Vier-Tage-Woche anregt, heißt es derzeit in Wolfsburg: mehr statt weniger Stunden.

Gute Fahrt wünscht Ihnen,

Steffen Schmidt

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... und dann war da noch das:

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