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WAZ-Autopilot - Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht das Werk

WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
Liebe Leserinnen und Leser,
 
die Corona-Krise beschert etlichen VW-Mitarbeitern in diesem Jahr deutlich verlängerte Weihnachtsferien. Bereits in dieser Woche ruht die Produktion und die besinnliche Zeit fällt noch länger aus, als bisher gedacht. Weil die Hersteller von knappen Halbleitern während der Corona-Krise lieber die Branche der Unterhaltungselektronik belieferten, anstatt die schwächelnde Autoindustrie, fehlen jetzt, wo die Nachfrag nach fahrbaren Untersätzen wieder anzieht, die entsprechenden Teile. Bis zum 18. Januar wird deswegen in Wolfsburg erstmal kein Golf vom Band laufen. Trotz aufgestocktem Kurzarbeitergelds sicherlich ein Geschenk, auf das die Belegschaft auch gut und gerne verzichtete hätte.
 
Der Umgang mit den Lieferengpässen zeigt zudem erneut, wo VW seine Prioritäten setzt. Denn die E-Auto-Produktion wird wie geplant weiterlaufen, damit die ID.3 und ID.4 ohne große Verzögerungen zu den Kunden kommen. Letzteren können jetzt auch die Dienstwagenberechtigten bei VW bestellen und sich dadurch darauf freuen, mit dem E-SUV als erster und noch deutlich vor eigentlichem Marktstart durch die Straßen zu düsen.
 
Bis in Wolfsburg E-Autos vom Band laufen, dauert es zwar noch ein paar Jahre. Aber durch die Entscheidung, das Stammwerk zum Leitwerk für die Stromer-Produktion zu machen, ist die Zukunft des Standortes und vieler tausender Arbeitsplätze gesichert. Und zwar sogar mehr Jobs, als von vielen Branchenexperten bisher vermutet wurde. Denn eine neue Studie des Frauenhofer-Instituts zeigt: Die E-Mobilität ist gar kein so großer Jobkiller wie befürchtet. Auch an ID.3 und Co. haben die Mitarbeiter in der Fertigung reichlich zu schrauben, der Arbeitsaufwand fällt nur unwesentlich geringer aus als beim Verbrenner.
 
Das freut vor allem auch die IG Metall in Wolfsburg. Bedeutet das doch gleichzeitig, dass der gerade erst wieder gewonnene Status als mitgliederstärkste Geschäftsstelle Deutschlands wohl auch auf absehbare Zeit erhalten bleibt. Wobei das wohl die geringste Sorge sein wird: Mit der Transformation, der Corona-Krise und den bevorstehenden Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft reichlich dicke Bretter zu bohren. Wie das neue Führungstrio die immensen Herausforderungen angehen will, erklären Flavio Benites, Christian Matzedda und Matthias Disterheft im großen WAZ-Interview in unserer Weihnachtsausgabe.
 
Ein Herzensthema der Wolfsburger Belegschaft ist dabei schon vor der Tarifrunde vom Tisch - beziehungsweise auf Selbigem: Die legendäre Currywurst gibt es nach Protesten gegen den neuen Speiseplan jetzt wieder täglich in den Werkskantinen. Nach Ente und Rotkohl an den Feiertagen in den heimischen vier Wänden geht das Schlemmen in den Betriebsrestaurants kräftig weiter.
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein frohes Fest und besinnliche Feiertage, aber auch schon einen guten Rutsch ins neue Jahr. Denn weil bei VW die Bänder zwischen den Jahren still stehen, wird auch der WAZ-Autopilot einen Boxenstopp einlegen. Am 5. Januar versorgen wir Sie dann wieder mit den News aus der VW-Welt.
 
Gute Fahrt wünscht Ihnen
 
Steffen Schmidt

Besinnliches Weihnachtsfest

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