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WAZ-Autopilot: Harter Faktor Software

Liebe Leserinnen und Leser, kaum dachte man, dass Volkswagen nach den Turbulenzen der vergangenen W
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,

kaum dachte man, dass Volkswagen nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen wieder in ruhiges Fahrwasser gelangt, da dreht sich noch einmal kräftig das Personalkarussell. Dabei standen jetzt vor allem die Nutzfahrzeugsparten im Fokus. Mit Andreas Renschler wurde einer der profiliertesten Manager der Branche entmachtet. Der Traton-Chef hatte sich dem Vernehmen nach wegen des Umbaus von MAN sowohl mit der Marke als auch mit dem Betriebsrat angelegt. Weichen mussten auch Joachim Drees als Chef der Marke MAN sowie Thomas Sedran als Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge. Auch die Corona-Nachwirkungen hallen in der Personalrochade nach - Tratons Gewinne brachen zuletzt um zwei Drittel ein.

Mit der Car.Software.Org wollte Volkswagen jetzt rasant Richtung Zukunft durchstarten. Doch die neue Einheit, die erst zum 1. Juli ihre Arbeit aufnahm, legt nun einen klassischen Fehlstart hin. Die Ablösung des Chefs der wichtigen Zukunftsunternehmung bremst den Schwung gehörig, Christian Senger muss seinen Posten wegen interner Querelen wohl räumen.

Dabei gehört gerade das Thema Software zu den ambitioniertesten und wichtigsten Projekten bei VW. In Bochum baut der Konzern ein hochmodernes Entwicklungszentrum. Ziel ist es, den Eigenanteil der Software massiv auszubauen und damit vor allem die Lücke zum Börsen-Primus Tesla zu schließen.

Dazu braucht es auch kompetente Partner. Gute Nachrichten gab es dazu am Montag. Mit dem AKKA-Konzern baut einer der führenden Digitalisierungsdienstleister der Mobilitätsbranche seine Aktivitäten in Wolfsburg deutlich aus. Das kann für die Zukunft von Konzern und Stadt nur gut sein.

Generell sieht diese für das Werk Wolfsburg wieder rosiger aus. Der neue Tiguan ist auf dem Markt, für den Golf folgen die Produktionsstarts der Derivate GTI, GTE, der Hybride und des Variants in Kürze. „Der Golf wird brummen“, prophezeit Betriebsratschef Bernd Osterloh im WAZ-Interview, das am Mittwoch zu lesen sein wird.

Voraussetzung für den Aufschwung ist natürlich, dass Deutschland von einer zweiten Corona-Welle verschont bleibt. Da könnte der bevorstehende Werksurlaub zum Stresstest werden. Für die Beschäftigten heißt es deswegen: Augen auf bei der Wahl des Reiseziels - auch aus purem Eigennutz. Denn eine mögliche Qurantäne müssten sie aus eigener Tasche zahlen.

Gute Fahrt wünscht Ihnen

Steffen Schmidt

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