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WAZ-Autopilot - Häkchen hinter lose Enden

WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
Liebe Leserinnen und Leser,
in Wolfsburg gehört das neue Elektro SUV ID.4 von Volkswagen dank zahlreicher Dienstwagen bereits zum festen Erscheinungsbild auf den Straßen. Das dürfte nun auch peu à peu an anderen Orten der Fall werden. Denn Volkswagen lieferte jetzt die ersten Modelle in Dresden und in der Autostadt an die Kunden aus. Die WAZ war live mit dabei, als die ersten E-Enthusiasten ihr neues Fahrzeug entgegennahmen. Insgesamt wurde am ersten Auslieferungswochenende laut VW bereits eine mittlere, dreistellige Anzahl an Modellen übergeben. Parallel dazu wird auch die Produktion der E-Modelle kräftig angekurbelt: In Zwickau liefen erstmals 1000 Stromer am Tag vom Band. Verbrenner-Freunde müssen dennoch nicht auf neue Modelle verzichten: Einen echten Latino made in Brazil bringt Volkswagen mit dem CUV Taigo im Sommer auf dem Markt. Das Modell basiert auf dem in Südamerika extrem beliebtem Nivus und findet nun den Weg nach Europa, um die Angebotspalette in Sachen Kleinwagen zu erweitern.
Und dennoch: Das Verbrennergeschäft hat auch bei Volkswagen ein Ablaufdatum, wahrscheinlich werden 2040 die letzten Benziner- und Diesel vom Band laufen. Dann hat VW - so alles nach Plan läuft - schon längst ein neues Flaggschiff: Das Fahrzeug, das noch unter dem Projektnamen “Trinity firmiert, soll ab 2026 in Wolfsburg vom Band laufen und neue Maßstäbe in Sachen Elektromobilität und Digitalisierung sowie autonomes Fahren setzen. Ganz drauf ausgerichtet wird wohl auch das Design, ein erster Blick auf Skizzen des Innenraums, lässt erahnen, wie revolutionär das neue Modell werden könnte.
Mit dem ID.4, "Trinity” und Co. geht es auch darum, den Diesel-Skandal endlich hinter sich zu lassen. Juristisch will Volkswagen nun mit Schadensersatzansprüchen gegen Ex-Chef Martin Winterkorn und Ex-Audi-Chef Rupert Stadler einen Schlussstrich ziehen. Imagetechnisch versucht man es vor allem in den USA auch mit einem Augenzwinkern. So überraschte just heute eine Meldung aus den USA, die so ungewöhnlich ist, dass sie auch als Aprilscherz durchgehen könnte: Volkswagen of America benennt sich tatsächlich in “Voltswagen of America” um. Man wolle den Menschen noch stärker signalisieren, dass sich VW auf dem Weg des Wandels befindet und sich eindeutig und als erster traditioneller Autobauer konsequent den Themen E-Mobilität und Nachhaltigkeit verschrieben habe. Der PR-Stunt dürfte bestimmt dazu beitragen, das Diesel-Image weiter abzustreifen und das Spotlight auf “New Volkswagen” scheinen zu lassen.
Ein Streitthema, hinter das wohl ebenfalls in Kürze ein Häkchen gesetzt werden könnte, sind die Tarifverhandlungen. Zwar gab es heute auch im Wolfsburger Stammwerk nochmals verschärfte Warnstreiks, aber: Durch einen Pilotabschluss zwischen IG Metall und Arbeitgebern in Nordrhein-Westfalen, scheinen die Felder für eine Einigung in Niedersachsen und auch bei VW bestellt. Zwar dürften die Forderungen der Arbeitnehmer nicht ganz erfüllt werden, dank kurzer Laufzeit ist ein angemessener Kompromiss aber in Reichweite.
Gute Fahrt wünscht Ihnen,
Steffen Schmidt

Der Volkswagen-Überblick:

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... und dann war da noch das:

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