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WAZ-Autopilot: Glücksbringer Golf, Sorgenkind Golf

Liebe Leserinnen und Leser, mehr als 3,7 Millionen Golf-Exemplare sind auf Deutschlands Straßen unt
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,

mehr als 3,7 Millionen Golf-Exemplare sind auf Deutschlands Straßen unterwegs - das beliebteste Auto der Republik hat Wolfsburg bislang eine sichere Pole-Position im Konkurrenzkampf der Autobauer verschafft. Aber was, wenn das jetzt plötzlich kippt?

Im Werk machen sich viele Menschen ernste Sorgen, wie Betriebsratsvizechefin Daniela Cavallo im WAZ-Interview verriet. Die Befürchtung: Eine zu schlechte Auslastung der Produktion macht das einzelne Auto zu teuer, weil die Fixkosten pro Exemplar steigen - in Zeiten ohnehin sinkender Nachfrage eine fatale Entwicklung. Aber noch setzt der Betriebsrat auf gültige Verträge und die Zusage, neues Volumen nach Wolfsburg zu holen, damit das Stammwerk wieder floriert.

Aus dem Fokus von Klimaaktivisten wird Volkswagen aber nicht so schnell verschwinden - das hat sich am Dienstag erneut gezeigt. Während im Amtsgericht gegen einen der Aktivisten verhandelt wurde, die im vergangenen Sommer die Bahnstrecke ins Werk blockiert hatten, formierte sich draußen eine Demonstration von Unterstützern für den jungen Mann. Allen Bemühungen des Volkswagenkonzerns um mehr Umweltschutz zum Trotz ist das Unternehmen nach wie vor Lieblingsziel für Klimaschützer.

Und so wird es vermutlich auch bleiben, dabei ist VW jetzt einen beachtlichen Schritt in Sachen Emissionssenkung des Werks vorangekommen. Das Kraftwerk wird auf Gas als Energieträger umgestellt - und die bei der Verbrennung entstehenden 1400 Grad heißen Rauchgase werden in zwei Durchgängen zur Erzeugung weiterer Energie genutzt. Nach außen sichtbar wird die Veränderung durch zwei gigantische Kamine, die derzeit errichtet werden.

Ob die immer energiesparender erzeugten Volkswagen eines Tages den Diesel-Skandal vergessen lassen, wird sich zeigen. Noch ploppt das Thema fast täglich auf - die neueste Hiobsbotschaft kommt aus den USA, wo ein Berufungsgericht die Staaten Florida und Utah darin bestärkt, zusätzliche Strafen gegen VW zu verhängen. Im schlimmsten Fall könnten mehr als 11 Milliarden Euro fällig werden - pro Jahr. Der Konzern wehrt sich jetzt nach Kräften, aber wie es ausgehen wird, weiß derzeit niemand.

Ihnen eine gute Woche!
Ihr Steffen Schmidt

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