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WAZ-Autopilot - Die Konzernwelt ist und bleibt bunt

WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser!
Volkswagen kann erst einmal aufatmen: Der sogenannte „Untreue-Prozess“ vor dem Landgericht Braunschweig – nüchtern betrachtet ging es um eine angemessene Bezahlung für hochrangige Betriebsratsmitglieder wie Bernd Osterloh – ging mit Freisprüchen für alle angeklagten früheren und amtierenden Personalmanagern zu Ende. Trotzdem hat das Urteil Folgen: Die Vergütung von freigestellten Betriebsräten muss endlich (neu) geregelt werden – die aktuellen Regelungen des Betriebsverfassungsgesetzes sind zu schwammig.
In Gerichtssäle muss der Konzern trotzdem blicken: So läuft vor dem Europäischen Gerichtshof ein Prozess um die Zulässigkeit von „Thermofenstern“ in - natürlich - Dieselmotoren. Volkswagen - aber auch Hersteller – verbauen eine Abschaltvorrichtung für die Abgasaufbereitung, um die Motoren - so die Sicht der Hersteller – unter bestimmten Rahmenbedingungen vor Schäden zu bewahren. Beim Autofahren bei unter 15 und über 33 Grad sowie in Höhen ab 1000 Metern wird dieser Mechanismus abgeschaltet und der Schadstoffausstoß steigt rasant an. Schutz des Motors oder Schutzbehauptung und damit strafbar? Das Urteil soll in einigen Monaten fällen.
Auch der „Dieselgate“-Prozess vor dem Landgericht Braunschweig geht weiter: Wer wusste wann was vom Betrug mit den angeblich sauberen Dieselmotoren bei Volkswagen? Ingenieure haben die damalige Konzernführung um Martin Winterkorn schwer belastet. Es bleibt interessant…auch wenn „WiKo“ aus gesundheitlichen Gründen aktuell nicht am Prozessgeschehen teilhaben kann.
Aber natürlich gibt es auch richtig gute Nachrichten aus der Konzernwelt: Volkswagen baut eine große neue Batteriefabrik in China, um vor Ort gebaute Elektro-Autos gleich mit eigenen Batterien bestücken zu können. Gemeinsam mit E.ON bringt VW zudem Schnellladesäulen mit integrierter Speicherbatterie auf den Markt. Der Vorteil: Diese Ladesäulen sind flexibel einsetzbar - und das ohne aufwändige Tiefbauarbeiten. Sie basieren auf den mobilen Schnellladestationen, die Volkswagen 80 Wochen lang in Wolfsburg erfolgreich getestet hat.
Und noch eine gute Nachricht: Der Konzern bringt jetzt einen intelligenten Haushaltsstromtarif auf den Markt. Das Laden des E-Autos mit Grünstrom wird per Volkswagen Naturstrom Connect App gesteuert – das Auto wird so effektiv und günstig wie möglich geladen. Etwa genau dann, wenn es im Netz einen Überschuss an Strom aus erneuerbaren Energien gibt – dann „greift“ die App zu und lädt das Auto. Und der Fahrer sammelt – quasi im Schlaf – Bonuspunkte und spart Geld.
Damit die Elektromobilität weiter voran kommt, hat VW-Konzern-Chef Herbert Diess jetzt „10 Wünsche“ an die neue Bundesregierung auf Twitter formuliert. Tenor: Subventionen für Verbrennungsmotoren streichen, Förderung von E-Mobilität weiter ausbauen und neue Mobilitätsformen wie Car Sharing oder Radfahren vorantreiben. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran und will VW-Beschäftigten im Rahmen eines Pilotprojekts ermöglichen, mit dem eigenen Fahrrad aufs Werksgelände zu fahren. Wieso ist das eigentlich nicht längst möglich?
Sympathiepunkte sammelte die Autostadt – mit einem großen, zweitägigen GTI-Treffen, das erwartungsgemäß viele Besucher anlockte und so als Mini-Wörthersee-Treffen durchging. Dazu passt, dass der 2021er Wörthersee GTI…pardon GTE vor Ort stand und von den Azubis Besuchern erklärt wurde, die ihn gebaut haben. Übrigens mit einer Musikleistung von über 3000 Watt. Naja, manchen sind E-Autos einfach zu leise.
Am kommenden Wochenende treffen sich in der Autostadt übrigens erstmals E-Auto-Fahrer zum markenoffenen Meet And Greet. Vielleicht die Geburtsstunde des surrenden statt polternden Wörthersee-Treffen der Zukunft?
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Carsten Bischof

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