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WAZ-Autopilot - Bringt die "Dreifaltigkeit" auch "Einigkeit"?

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Liebe Leserinnen und Leser!
“Trinity” heißt übersetzt “Dreifaltigkeit”. In Wolfsburg steht “Trinity” vor allem für den Hoffnungsträger Volkswagen und ganz Wolfsburgs. Markenchef Ralf Brandstätter und Personalvorstand Gunnar Kilian haben die Pläne für das ehrgeizige Fahrzeugprojekt jetzt vorgestellt. Ein ganz neues Werk soll es sein, dass für das künftige Leit-Modell außerhalb der Werkstore entstehen soll. Zu den Plänen gehört auch, dass das Stammwerk nach und nach elektrifiziert und modernisiert wird.  
Für Wolfsburg sind das natürlich großartige Nachrichten. In den letzten Wochen beherrschte vor allem eines das Werk: Unsicherheit. Nach Diskussionen um Stellenabbau und Kritik an der Effizienz und Wirtschaftlichkeit gibt es nun wieder Perspektive. Man kann nicht umhin sich zu fragen, ob Brandstätter und Kilian die Pläne nicht bewusst früh kommuniziert haben, um die Wogen in Wolfsburg zu glätten.
Oberflächlich sind zumindest erstmal ein paar Brände gelöscht. Die Wolfsburger Politik freut sich größtenteils über das Vorhaben - auch wenn noch nicht ganz klar ist, wo das Werk genau entstehen soll. Deswegen reiben sich auch die Nachbarlandkreise schon die Hände. Ausnahmsweise sind sich auch noch Konzern-Chef Herbert Diess und Betriebsratschefin Daniela Cavallo endlich mal wieder einig: Das Projekt ist mutig und genau das, was das Stammwerk für die Zukunft braucht. Ob aber mit der “Dreifaltigkeit” tatsächlich auch wider “Einigkeit” hergestellt wurde, dass bleibt abzuwarten. Wahrscheinlich braucht es mehr, ob die tiefen Gräben zuzuschütten. 
Denn der Halbleiter-Mangel und die anhaltende Kurzarbeit kann jederzeit wieder als Brandbeschleuniger auf den Plan treten. Im Moment sieht es zwar so aus, dass sich die Situation im Stammwerk etwas bessert, überstanden ist die Versorgungskrise aber noch lange nicht, wie auch Konzern-Chef Herbert Diess einräumt. Und da ist da ja auch noch Corona: Die Inzidenzen auf Rekordniveau schüren die Angst vor einem neuen Lockdown. Volkswagen will mit aller Kraft dagegen steuern und bietet deswegen in Kürze auch Booster-Impfungen für alle Beschäftigte an. An alle bisher Unverbesserlichen richtet sich zudem eine neue Impfkampagne.
Als “Friedensstifter” war “Trinitry” aber ohnehin nie geplant. “Trinity” soll vielmehr eine Kampfansage sein - und zwar an Tesla. Mit dem Fahrzeug will VW nicht nur in Sachen Digitalisierung kräftig aufholen sondern auch bei den Produktionsbedingungen neue Maßstäbe setzen.
Eine Sache, bei der Wolfsburg bereits die Nase vor Berlin hat, ist die “42Wolfsburg”. Die Softwareschmiede, die in Wolfsburg schon die ersten Studenten ausbildet, macht jetzt Schule. Auch in der Bundeshauptstadt - eigentlich Innovationszentrum Deutschlands - macht Volkswagen jetzt gemeinsam mit Partnern einen Ableger auf. Die graue VW-Stadt als Tech-Vorreiter - das hat doch was. 
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Steffen Schmidt

Der Volkswagen-Überblick:

VW plant neues "Trinity"-Werk in Wolfsburg:

Unruhe wegen „Trinity“-Werk: Betriebsrat und Manager beruhigen VW-Belegschaft
„Trinity“-Werk am Stammwerk: Lob und Kritik von Wolfsburgs Politik für Volkswagen-Pläne
„Trinity“-Werk in Wolfsburg: VW-Konzern-Chef Diess fordert Hilfe vom Land
VW-Betriebsrats-Chefi Cavallo lobt Trinity-Projekt: Mutig und sichert Arbeitsplätze
WAZ-Kommentar: Was Grünheide kann, kann Wolfsburg schon lange
So erklären Ralf Brandstätter und Gunnar Kilian die Trinity-Pläne von Volkswagen
Volkswagen plant neue Fabrik für das Stammwerk
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... und dann war da noch das:

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