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WAZ-Autopilot - Abschied und Neubeginn

Liebe Leserinnen und Leser,   es war eine Woche des Abschieds bei Volkswagen. Nicht nur wurde im Wer
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,
 
es war eine Woche des Abschieds bei Volkswagen. Nicht nur wurde im Werk in Zwickau der letzte Verbrenner produziert, sondern in Wolfsburg lief auch der letzte Golf VII vom Band. Beides steht sinnbildlich für den Wandel des Autobauers und der gesamten Branche. Denn: Den Golf VII kann man getrost als letzen seiner Art bezeichnen. Er war ein echtes Erfolgsauto - und wie schon sein Vorgänger ein Auto für die Massen. Zwar ist mit dem Golf 8 bereits der Nachfolger auf dem Markt, doch die Anzeichen verdichten sich, dass dieser nicht an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen kann. Der Marktstart verlief gelinde gesagt holprig, und die Kompaktklasse, die der Golf einst prägte, ist ohnehin vom Aussterben bedroht. Mit dem End of Production, wie es in der Autoindustrie so schön heißt, könnte also auch die Ära der Kompaktklasse endgültig zu Ende gehen.
 
In Zwickau ist so ein Finale in der letzten Woche schon Realität geworden. Statt Verbrennungsmotoren wird dort nun nur noch der große Hoffnungsträger des Konzerns gebaut: der vollelektrische ID.3. Er markiert den Übergang in ein neues Zeitalter. Gute Nachrichten für Wolfsburg: Zeitgleich wird die Produktion des Golf Variant von Zwickau nach Wolfsburg verlagert. Das sorgt für mehr Auslastung, die dringend benötigt wird, um die Einbußen im Golf-Segment auszugleichen.
 
Zur Entthronung des Golf hat aber auch der SUV-Trend beigetragen. Lange Zeit sägten die Stadtgeländewagen an der Pole Position des Kompaktwagens. Der Tiguan, nicht der Golf, war in den letzten Jahren das erfolgreichste Auto der Marke. Glücklicherweise wird auch der VW-Primus ebenfalls in Wolfsburg produziert. Und besser noch: Mit dem kurz bevorstehenden Facelift des Tiguan könnte das Kundeninteresse noch mal neu entfacht werden. Eine wie auch schon für den neuen Golf geplante Hybridversion sorgt angesichts des Wandels zur E-Mobilität für noch mehr Zukunftssicherheit im Stammwerk. Denn besagte Zukunft ist schließlich elektrisch, wie VW stets betont.
 
Aber die Zukunft ist auch digital: Dafür bildet VW in der Wolfsburger Fakultät 73 seine eigenen Fachkräfte aus - ohne dass diese über große Vorkenntnisse im IT-Bereich verfügen müssen. Für einige Mitarbeiter die Chance, den Wandel mitzugehen, statt von ihm eingeholt zu werden. Die designierte neue Wolfsburger IG-Metall-Chefin Ricarda Bier sieht darin eine mögliche Blaupause für weitere Unternehmen, um den digitalen Wandel sozialverträglich zu meistern. Und ein paar der “Schüler” bestätigen im Gespräch mit der WAZ, dass aus ihrer Sicht Volkswagen genau die richtige Idee hatte.
 
Und dann ist da natürlich noch das große Thema dieser Tage: Corona. VW kam dabei bisher, zumindest was die Gesundheit der Mitarbeiter anging, glimpflich durch die Krise. Infektionsfälle gibt es so gut wie keine. Da traut man sich dann auch, noch vor dem Werksurlaub die Schutzmaßnahmen erneut zu lockern. Die Maske bleibt aber weiter Pflicht. Und mit dem Werksurlaub steht ein Härtetest bevor. VW-Beschäftigte sollten genau darauf achten, wo sie ihren Urlaub verbringen - erstens um einen Rückschritt in Phase 2 der Lockerungen zu verhindern und zweitens, weil sie eine Quarantäne aus eigener Tasche zahlen müssten. Wenigstens können sie durch die frühzeitige Festlegung des Werksurlaubs für 2021 schon jetzt das Nachholen der in diesem Jahr verlorenen Reise planen.
 
Gute Fahrt wünscht Ihnen
Steffen Schmidt

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... und dann ist da noch das:

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