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WAZ-Autopilot - Abhör-Krimi voller Rätsel

Liebe Leserinnen und Leser,   ein Spion in den eigenen oberen Reihen, ein in Brand gestecktes Wohnha
WAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als NewsletterWAZ-Autopilot - Der VW-Wochenüberblick als Newsletter
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Liebe Leserinnen und Leser,
 
ein Spion in den eigenen oberen Reihen, ein in Brand gestecktes Wohnhaus im Landkreis Helmstedt und ein mysteröser Todesfall: Die Abhör-Affäre bei Volkswagen nimmt immer bizarrere Züge an. Mit den neuen spektakulären Entwicklungen beherrscht das Thema natürlich die Schlagzeilen rund um Volkswagen.
 
Vieles ist indes noch unklar. Handelt es sich bei dem Toten aus dem brennendem Auto, das in der Nähe von Grasleben gefunden wurde, um den mutmaßlichen Maulwurf, der über ein Jahr geheime Gespräche bei Volkswagen mitgeschnitten haben soll? Und wenn ja: Was hat das gelegte Feuer in seinem Wohnhaus wenige Wochen vorher damit zu tun?
 
Klarheit über die Identität und die genaue Todesursache soll es nun in dieser Woche geben. Bisher gibt es keine Anzeichen auf Fremdeinwirkung, sagt die Staatsanwaltschaft. Doch auch ein Suizid scheint angesichts der ungewöhnlichen Todesart zumindest fragwürdig. In jedem Fall bietet der Fall noch immer viel Raum für Spekulationen, die die VW-Welt noch länger in Atem halten werden.
 
Gleiches gilt wohl für die Klage von über 100 ehemaligen Mitarbeitern aus dem Werk Hannover auf Weiterbeschäftigung. Vormals teilweise mehrere Jahre als Leiharbeiter beschäftigt, wurden sie schließlich mit einem befristeten Vertrag ausgestattet, der im Mai nicht verlängert wurde. Alles rechtens, sagt VW. Die Kläger hingegen sehen einen Verstoß gegen das Leiharbeitergesetz und bewerten die dort verankerten Schlupflöcher sogar als verfassungswidrig. Der Fall könnte somit bedeutende Folgen für den gesamten deutschen Arbeitsmarkt haben.
 
Dass Transformation und Corona-Krise noch mehr Arbeiter in der Autoindustrie die Jobs kosten werden, ist mittlerweile leider traurige Realität geworden. Besonders die Zuliefererindustrie ist angeschlagen. Mit Bertrandt legte einer der größten Player der Region seine Zahlen vor. Entlassungen konnten hier trotz großer Umsatzeinbrüche vermieden werden. Anders sieht es leider bei Dürr Systems aus. Der Konzern ist wohl zur Schließung des Klebtechnik-Standortes in Fallersleben gezwungen. Rund 70 Menschen in Wolfsburg verlieren damit wahrscheinlich ihren Job.
 
Wie viele Existenzen noch durch die Corona-Krise in Schieflage geraten, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Eine zweite Pandemie-Welle inklusive Shut-Down wäre höchstwahrscheinlich für viele Unternehmen fatal. Die Wochen nach dem Werksurlaub werden für unsere Region deswegen entscheidend. Wie viele Menschen haben sich im Urlaub angesteckt? VW tut alles, um dies schnell herauszufinden und neue Infektionsketten zu unterbinden. Dafür können sich seit Montag die Beschäftigten freiwillig testen lassen. Die ersten Mitarbeiter nutzten dieses Angebot bereits.
 
Die Ergebnisse der Tests werden angesichts der Bedeutsamkeit wohl nicht nur von den Probanden mit Spannung erwartet.
 
Gute Fahrt wünscht Ihnen
 
Steffen Schmidt

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